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Kaffeeverarbeitung

Es gibt drei Arten der Aufbereitung

Gleich nach der Ernte ist eine schnelle Weiterverarbeitung der Bohnen gefragt, damit die Früchte nicht zu faulen beginnen. Dabei unterscheidet man drei Methoden: die trockene, die nasse und die halbtrockene Aufbereitung. Die trockene Methode ist die älteste und einfachste Aufbereitungsart. Dabei werden die Kaffeekirschen so lange in der Sonne getrocknet, bis sich das Fruchtfleisch von den Bohnen löst. Das kann drei bis fünf Wochen dauern, je nach den klimatischen Bedingungen. Zwischendurch müssen die Früchte regelmäßig gewendet werden, sodass sie von allen Seiten gut trocknen und nicht zu faulen beginnen. Mit einem Test wird geprüft, ob die Früchte wirklich trocken sind. Das geschieht durch Schütteln, denn trockene Früchte klappern in der fest gewordenen Schale. Nächste Station ist die Schälmaschine, die die Bohnen durch Druck und Reibung aus dem Fruchtfleisch herauslöst. Zum Abschluss werden die Bohnen dann von Hand sortiert. So verarbeitete Kaffees nennt man unwashed oder natural.

Die trockene Methode ist die älteste und einfachste Aufbereitungsart der Kaffeeverarbeitung

Die zweite Methode, die nasse Aufbereitung, wird vorwiegend in Bergregionen angewandt, wo reichlich Wasser vorhanden ist. Bei dieser Methode wird das Fruchtfleisch unter fließendem Wasser in der Presse von den Bohnen abgequetscht. Pergamentschale und Silberhäutchen bleiben dabei wie ein Schutzfilm erhalten. Auf diese Weise wird der gewaschene Kaffee durch natürliche Bakterien und Enzyme kontrolliert fermentiert. Durch den Trockenvorgang wird dieser Prozess nach ein bis zwei Tagen gestoppt. Dazu werden in einer Maschine mit Walzen die letzten Hüllen vom Rohkaffee abgestreift. Diesen Kaffee nennt man washed.

Die dritte Möglichkeit ist die halbgewaschene Methode „semi dry“. Sie wird allerdings wenig genutzt. Bei dieser Art der Verarbeitung wird der Kaffee vom Fruchtfleisch befreit, indem man es abquetscht – so wie bei der nassen Aufbereitung. Silberhaut und Pergamentschale bleiben erhalten. Dann aber gibt es keine kontrollierte Fermentierung. Vielmehr werden die Bohnen gleich in der Sonne getrocknet und danach noch einmal per Hand sortiert.